Kein Hersteller brachte in der Vergangenheit derart zügig neue Flaggschiffe auf den Markt wie Sony. Alle sechs Monate kam ein neues Gerät mit jeweils aktueller Technik, aber kaum Änderungen beim Design. Das stieß Kritikern bitter auf, die minimalen Änderungen rechtfertigten ihrer Meinung nach nicht die hohe Schlagzahl und die immer neuen Z-Modelle, die ihre Vorgänger schon nach einem Halbjahr veraltet erscheinen ließen. Inzwischen hat sich der japanische Hersteller etwas gebremst, der Nachfolger des im September 2014 vorgestellten Xperia Z3 kommt erst jetzt und ohne große Ankündigung auf den Markt und heißt zumindest in Deutschland Z3+ und nicht Z4. Auch hier stecken die Änderungen im Detail. Sie machen das Z3 nicht überflüssig, das Z3+ hat seine Vorzüge.
Ausgehend vom Ursprungsmodell Xperia Z gelangen Sony mit jeder Generation kleine, aber wichtige Verbesserungen. Das Z1 war besser verarbeitet und stabiler, das Z2 hatte ein gutes Display, das Z3 wurde schlanker und eleganter, und Schritt für Schritt wurde auch die Kamera besser. Das Z3+ zeichnet sich am ehesten durch Reduktion aus. Es ist etwas dünner als der Vorgänger, die Steckplätze für microSD und SIM-Karte wurden zusammengelegt, der Micro-USB-Stecker liegt jetzt frei, Anschlüsse für eine Docking-Station fehlen. Unpraktisch: SD- und SIM-Karte können nur zusammen entnommen werden, der Schlitten für die Karten lässt sich nur mit langen Fingernägeln aus dem Gehäuse friemeln.

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